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Ernst Leuschner

Ab 1861 verdienstvoller Ober- Berg- und Hüttendirektor der Mansfeldschen Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft.

Geschrieben von Dr. R. Mirsch, Eisleben

Ernst Leuschner (MansfeldBand2)

Leuschner, Ernst, geboren am 23. Februar 1826 in Waldenburg in Schlesien, gestorben am 3. Mai 1898 in Eisleben.

Langjähriger Ober- Berg- und Hüttendirektor.

Besuchte das Magdalenen-Gymnasium in Breslau, fuhr 1844 im Waldenburger Revier an und studierte in Berlin, Breslau und Halle. Er wurde 1850 Bergreferendar, 1856 Bergassessor, Bergmeister und Mitglied des Bergamtes Saarbrücken. 1858 Oberbergrat beim Oberbergamt in Halle. Anschließend wurde er zum Leiter des Bergamtes in Tarnowitz bestimmt.  

Am 7.10.1861 trat Leuschner in den Dienst der Mansfeldschen Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft. Als zweiter Ober- Berg- und Hüttendirektor hat er sich große Verdienste erworben. Als Leiter des damals größten einheitlich geleiteten Bergbauunternehmens erwoben.

Er war ab 1866 Mitglied und später Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung. Leuschner war Mitglied des Kuratoriums der geologischen Landesanstalt und der Bergakademie zu Berlin. In dieser Zeit erhielt er den Titel Geheimer Bergrat. Er war ferner Mitglied des preußischen Staatsrates, des preußischen Landtages und des Reichstages.

Die Ernstschächte und das Kaliwerk Ernsthall tragen seinen Namen. Nicht unberechtigt wurde Ernst Leuschner wegen seinen Konsequenz, seiner Zielstrebigkeit und Härte auch als »Bismarck des Mansfelder Landes« bezeichnet. Leuschner verstarb am 03.05.1898.


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