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[059] Ehemaliges Bergbaukrankenhaus in Eisleben
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Objektbeschreibung
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1876 in Eisleben eröffnetes gewerkschaftliches Krankenhaus. Das Haus wurde 1994 nach einem Brand geschlossen.

Objektbeschreibung

Bergbaukrankenhaus - bis 1998 (MansfeldBand2)
Nachdem sich um 1700 die erste Knappschaft im Eisleber Revier gegründet hatte, war auch die Forderung nach stationärer medizinischer Betreuung von Knappschaftsangehörigen nach Unfällen und laut geworden. 

Aber erst im Jahre 1873 konnte der 1857 gegründete Mansfelder Knappschaftsverein die Realisierung dieser Forderung in Angriff nehmen. Er erwarb die sogenannte Haas`sche Mühle auf dem Stahlshüttenhof vor der Neustadt-Eislebens für 800 Taler, um auf dem Grundstück ein "Knappschaftslazarett“ mit einem irisch-römischen Bad zu errichten. Bereits am 24.12.1873 wurde von der königlichen Regierung in Merseburg die Genehmigung für den ersten Bauabschnitt erteilt. So begann Bau des irisch-römischen Bades. Bereits im Juli 1874 wurde dieses seiner Bestimmung übergeben.

Die Eröffnung des gewerkschaftlichen Krankenhauses (Lazarett) erfolgte Anfang 1876. Damit begann die stationäre, medizinische Betreuung von Knappschaftsangehörigen im Mansfelder Revier. Die Leitung der neuen Einrichtung hatte der Knappschaftsarzt und königliche Sanitätsrat Dr. Martin Vogel. Unter seiner Leitung erfuhr das Haus ständige Erweiterungen und Verbesserungen (Zentralheizung, moderne Küche).

Im Jahr 1915 erhielt das gesamte Haus eine 2.Etage, der Operationssaal wurde erweitert, ein Aufzug für das Haus, der später bis zum Dachgeschoss verlängert wurde, in Betrieb genommen. Die Anzahl der Krankenbetten stieg bis1931 auf 102.

1936 erhielt mit einem weiteren Bauabschnitt das Bergbaukrankenhaus sein heutiges Aussehen. Es wurden dabei neue Operationsräume, ein Sterilisationsraum sowie Ärzte- und Schwesternzimmer geschaffen.

Später wurde das als „Bergbaukrankenhaus“ im Mansfelder Land bekannte Haus zum Mittelpunkt des Gesundheitswesens des Mansfeld – Kombinates. Der jeweilige ärztliche Direktor des Krankenhauses war zugleich für alle in den Betrieben befindlichen Betriebspolikliniken der übergeordnete Leiter.

Das Bergbaukrankenhaus erfuhr unter der Leitung des Mansfeld Kombinates eine ständige Modernisierung. Obwohl als Unfallkrankenhaus angelegt, war es auch im Bereich der Inneren Medizin leistungsstark. Die Chirurgie war jedoch das Leistungszentrum: Hier wurden auch über Mansfeld hinaus bekannte Verfahren und Methoden entwickelt.

Nach der Wende 1989 wurden für das Haus nochmals ca. 10 Millionen DM zu seiner Rekonstruktion aufgewendet. Nach einen Brand 1994 wurden das Bergbaukrankenhaus geschlossen.




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