Home arrow Objekte arrow [058] Geschäftsstelle der Bundesknappschaft in Eisleben

Website übersetzen

[058] Geschäftsstelle der Bundesknappschaft in Eisleben
Gliederung:
Objektbeschreibung
Informationen für Besucher
Zeittafel

Ab 1906/1907 Gebäude der „Mansfelder Knappschaftskasse“; heute teilweise  durch die Geschäftsstelle der Bundesknappschaft Eisleben genutzt. Sehenswertes Kunstwerk aus Mansfelder Metallen im Treppenhaus.

Objektbeschreibung

Geschäftsstelle der Bundesknappschaft in Eisleben (Foto Sauerzapfe)
Bereits im 13. Jahrhundert entstanden die ersten freiwilligen Zusammenschlüsse der Knappen (Knappe ist die auf des mittelalterliche Bergrecht zurückgehende zusammenfassende Bezeichnung aller vollwertig im Bergbau Tätigen) zur gegenseitigen Unterstützung bei Unfällen, Krankheit, für Witwen und Waisen und im Alter sowie zur gemeinsamen Vertretung ihrer Rechte und Interessen gegenüber den Bergherren.

Die „Eisleber Knappschaft“ wurde um 1700 als erste im Mansfelder Revier gegründet. Im Jahre 1842 entstand zur Finanzierung der sozialen Belange der Berg- und Hüttenleute die „Mansfelder Knappschaftskasse“ an deren Finanzierung sich ab 1864 auch die Mansfeldsche Kupferschiefer bauende  Gewerkschaft als Unternehmen beteiligte.

Im Jahre 1906/1907 erhielt die „Mansfelder Knappschaftskasse“ ein eigenes Gebäude in der Rammtorstraße der Lutherstadt Eisleben.

1932 kam es per Gesetz zur Gründung der Reichsknappschaft als einheitlichen Versicherungsträger für das gesamte deutsche Reich. Heute ist die Bundesknappschaft bundesweit für 1,5 Millionen Menschen in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung verantwortlich. In 60 Geschäftsstellen, Außen- und Werkgeschäftsstellen wird mit ca. 2000 ehrenamtlichen Ältesten eine ortsnahe, persönliche Beratung und Betreuung für die Versicherten gewährleistet.

Das Verwaltungsgebäude in der Rammtorstraße 33/34 war nach dem Kriegsende bis zur Rückübertragung an die Bundesknappschaft 1989/1990 Sitz der Sozialversicherung der ehemaligen DDR für den Kreis Eisleben. Seit dem 02. Januar 1991 erfolgt eine teilweise Nutzung des Gebäudes durch die Geschäftsstelle der Bundesknappschaft Eisleben.

In den Jahren 1997/98 erhielt das Gebäude durch eine umfassende Renovierung sein heutiges Aussehen. Am 25. März 2000 wurde im Treppenhaus der Geschäftsstelle zu Ehren des 800 jährigen Bergbau- und Hüttenjubiläum eine Metallarbeit „Mansfelder Notizen“, geschaffen vom Künstlerehepaar Ulrich aus Halle, eingeweiht. Dieses sehenswerte Kunstwerk ist aus Mansfelder Metallen gestaltet, welche die „Mansfelder Kupfer und Messing GmbH Hettstedt“ zur Verfügung stellte. Auf einer symbolisierten Schachtröhre sind fossile Fische und Pflanzen, Tiere, Fruchtstände, Menschen und viele andere Darstellungen zu entdecken.



Verwandte Themen
  1. [059] Ehemaliges Bergbaukrankenhaus in Eisleben
  2. [102] Ehemalige Bergschule in der Geiststraße 2 in Eisleben