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[091] Denkmal „Kamerad Martin“ in der Eisleber Neustadt
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Zeittafel

Figur eines Bergmannes, 1590 nach Beendigung des Baues des Neustädter Rathauses aufgestellt. Symbolfigur der Bergmannssiedlung “Neustadt Eisleben“

Objektbeschreibung

Bergmannsfigur „Kamerad Martin“ (Foto Dammköhler)
Die Plastik wurde 1590 nach Beendigung des Baues des Neustädter Rathauses aufgestellt. Als Stifterin gilt die Gräfin Margarete von Mansfeld – Hinterort, die auch das Neustädter Rathaus erbauen ließ.

Die als „Kamerad Martin“ bezeichnete Figur zeigt einen knienden Bergmann bzw. Bergbeamten auf einem Sockel mit dem Leder als berufsspezifischem Kleidungsstück der Bergleute und geschulterter Keilhaue, der in seiner linken Hand das Mansfeld-Hinterorter Wappen hält.

Die farbenfrohe Skulptur ist weder ein Bergrichter noch ein Bergmannsroland, noch hat sie wegen des Namens Martin etwas mit Martin Luther zu tun. Sie ist vielmehr die Symbolfigur der Bergmannssiedlung “Neustadt Eisleben“, die einst auch einen Bergmann in ihrem Wappen führte.

Mit diesem „Denkmal“, setzten sich der Mansfelder Bergbau und die Eisleber Neustadt ein in der deutschen Denkmallandschaft einzigartiges Symbol: Es ist das älteste in Deutschland bekannt gewordene profane Denkmal, das einen Arbeiter auf einem Sockel zeigt. Kein anderer Wirtschaftszweig hat es im 16. Jh. gewagt, sich derart darzustellen und sein Selbstbewusstsein zu demonstrieren.

Die Originalfigur stand bis 1927 auf dem lange Zeit als Straßenmarkt genutzten Breiten Weg. Sie bestand aus Sandstein, der stark angewittert war. Der Hallesche Bildhauer Chr. Schmid schuf seinen neuen Kamerad Martin aus widerstandfähigerem Muschelkalk. Die Figur wurde 1995 erneut restauriert. Sein Vorgänger fand den Weg in das Regionalmuseum hinter dem Renaissancehaus Andreaskirchplatz 11 in der Lutherstadt Eisleben. 



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