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[018] Lutherstätten in Mansfeld
Gliederung:
Objektbeschreibung
Informationen für Besucher

Im Zentrum von Mansfeld sind auf engem Raum drei an den Reformator Martin Luther erinnernde Objekte zu  finden: Das Lutherhaus, die Lutherschule und das Lutherdenkmal                                                      

Objektbeschreibung

Im Zentrum der Lutherstadt Mansfeld findet man auf engem Raum drei Objekte der Erinnerung an Luther.

1. Das Lutherhaus, Lutherstrasse 26

Das Lutherhaus (Foto U. Weißenborn)
Aus Möhra in Thüringen zog Hans Luder mit seiner Frau Margarethe 1483 in die Grafschaft Mansfeld. Nach der Geburt ihres Sohnes Martin am 10.11.1483 kam die Familie Anfang 1484 nach der Stadt Mansfeld und wohnte vorerst zur Untermiete bei der Familie Dienstmann in einem Haus am Stufenberg. Durch fleißige Arbeit und große Sparsamkeit war es Hans Luder 1491 möglich, das Haus gegenüber der Gastwirtschaft „Goldener Ring“ zu erwerben. Hier lebte Martin Luther mit seinen Eltern und seinen Geschwistern bis er 1497 nach Magdeburg auf die Schule ging.

Das alte Wohnhaus befand sich in der Lücke des jetzigen Straßenzuges und wurde um 1805 wegen Baufälligkeit abgerissen. !879-1883 baute man das Wirtschaftsgebäude von Luthers Elternhaus zur Luthergedenkstätte und Schwesternstation um. Dabei wurde der originale Fachwerkgiebel und sämtliche Gewände in Buntsandstein erneuert. Die Rundbogenpforte an der Rückseite zeigt im Scheitelwappen Rose, Armbrustflügel und Initialen J.L.1530, die auf Luthers Bruder Jacob hinweisen.

Ein kleines Museum, welches Zeitdokumente aus der Lutherzeit beherbergt, befindet sich im Obergeschoss.

2. Die Lutherschule in der Junghuhnstrasse 2

Die Lutherschule (Foto U. Weißenborn)
Im Schatten der Mansfelder Stadtkirche St. Georg steht in der Junghuhnstrasse 2 die Lutherschule. An dieser Stelle befand sich im 15.Jahrhundert die Mansfelder Trivialschule. Martin Luther wurde bereits mit viereinhalb Jahren am Gregoriustag (12. März) 1488 eingeschult. Hauptsächlich lernte er das Schreiben, das Lesen, das Singen, das Rechnen und Latein. Latein war in dieser Zeit eine Grundvoraussetzung für eine Betätigung im geistlichen Stand sowie in anderen höheren Berufen. Der Unterricht bestand in der Regel im Einpauken und Einbleuen des Stoffes. Luther wurde an einem Vormittag fünfzehnmal mit der Rute gezüchtigt, weil er nicht richtig deklinieren und konjugieren konnte.

Ungefähr bis 1570 wurde das Gebäude als Schule genutzt. Im dreißigjährigen Krieg wurde der oberirdische Teil des Hauses zerstört. Die über dem Eingang angebrachte Gedenktafel erhielt das Haus 1933.

3. Das Lutherdenkmal auf dem Lutherplatz

Das Lutherdenkmal (Foto U. Weißenborn)
Zum Andenken an den großen Sohn ihrer Stadt, Martin Luther, gab es im Laufe des 19. Jahrhunderts zahlreiche Bestrebungen zur Errichtung eines Denkmals. Erst im Jahr 1913 konnten die Pläne verwirklicht werden und die Einweihung erfolgte zum 430. Geburtstag von Martin Luther.

Das Denkmal hat die Form eines Brunnenstockes. Der Bildhauer Paul Juckhoff schuf es aus Bayrischem Muschelkalkstein. Die drei angebrachten Bronzetafel zeigen entscheidende Phasen im Leben Luthers.

Hinaus in die Welt

Abschied des 13jährigen aus Mansfeld. Darüber das Portrait seiner Eltern

Hinein in den Kampf

Der Thesenanschlag an der Schlosskirche zu Wittenberg

Hindurch zum Sieg

Das Auftreten Luthers vor dem Kaiser in Worms

Der Brunnen wird gekrönt durch den Schutzpatron der Stadt, den Ritter Georg.

Quelle: Mansfeld – Geschichte und Geschichten, Heimatverein  Mansfeld/Lutherstadt, Heft 1, 1997

Objektbeschreibung



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