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[014] Schlaf- und Familienhäuser in Klostermansfeld
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Das Aufblühen des Bergbaus im 18. und 19. Jahrhundert veranlasste die Mansfeldsche Kupferschiefer bauende Gewerkschaft zur Errichtung von Unterkünften für zuziehende Arbeitskräfte.

Objektbeschreibung

Die Familienhäuser (Foto Sauerzapfe)
Mit der fortschreitenden Industriealisierung im 18. und 19. Jahrhundert wuchs die Nachfrage nach Kupfer. NeueSchächte wurden geteuft und aufgefahren. In den Fluren um Klostermansfeld waren das u.a. :

  • Schachtanlage Lichtloch 81 ( 1860 - 1902 )
  • Theodorschacht ( 1873 – 1898 )
  •  Zirkelschacht ( 1890 – 1936 )

Dies führte zu einem höheren Bedarf an Arbeitskräften und die Einwohnerzahl von Klostermansfeld wuchs erheblich

  • von 593 im Jahre 1780
  • auf 1243 im Jahre 1880
  • bis auf 4032 im Jahre 1890.

Klostermansfeld entwickelte sich zu einer Industriegemeinde. Vor allem polnische und schlesische Arbeiter kamen mit ihren Familien ins Mansfelder Land.

Die wachsende Zahl der Bergleute, besonders auch die der Pendler aus den Dörfern des Unterharzes veranlasste die Mansfeldsche Kupferschiefer bauende Gewerkschaft Unterkünfte, wie das Schlafhaus in der Grabenstraße für 460 ledige Bergleute und die Familienhäuser in der Grabenstraße, zu bauen.

In der Folgezeit wurde das Schlafhaus unterschiedlich genutzt. Um 1910 befand sich im „ Schlafhaus“ eine Kochschule. Während des 1. Weltkrieges war es  Lazarett.

Später erfolgte der Umbau zu Wohnungen für Familien. Nach 1990 modernisierte die Gemeinde das Schlafhaus.

Die Familienhäuser verfügen über 84 Wohnungen mit entsprechendem Nebengelass; u.a. Stallungen für Kleintierhaltung und Bewirtschaftung von gepachteten Ackerland. Ein Teil der Familienhäuser wurde im Jahr 2000 rekonstruiert.



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