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[013] Klosterkirche St. Marien in Klostermansfeld
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Die Kirche aus dem 12. Jahrhundert in Klostermansfeld gehört zu den bedeutendsten romanischen Baudenkmalen, die im  Mansfelder Land, die im erhalten sind. Sie ist in die „Straße der Romanik“ des Landes Sachsen-Anhalt eingebunden.

Objektbeschreibung

Klosterkirche St. Marien in Klostermansfeld (Foto Sauerzapfe)
Die ehemalige Klosterkirche St. Marien zu Klostermansfeld gehört zu den romanischen Kirchen des Nordharzgebietes und lässt in der Bauornamentik die Vorbildwirkung der Quedlinburger Stiftskirche erkennen. Sie eines der bedeutendsten Baudenkmale des Mansfelder Landes, die im romanischen Baustil erhalten sind und wurde deshalb auch in die „Straße der Romanik“ des Landes Sachsen-Anhalt eingebunden.

Gründungsnachrichten über das zu Ehren der Jungfrau Maria entstandene Benediktinerkloster sind nicht vorhanden. Erst im 12. Jahrhundert gibt es gesicherte Nachrichten, wonach Albrecht der Bär von seiner Reise nach Jerusalem (1158/1160) Mönche des Josaphatorden mitbrachte.

Der Abt des Klosters wurde von dieser Zeit an Prior genannt. Starb der Prior, musste der Nachfolger die beschwerliche Reise nach Jerusalem unternehmen, um sich beim Patriarchen von Jerusalem die Bestätigung für sein Amt einzuholen. Weil die Reisen jedoch zunehmend gefährlicher wurden, erhielt der Erzbischof von Mainz durch Erlaubnis des Papstes das Bestätigungsrecht. 1526 wurde der Konvent aufgelöst und der gesamte Klosterbesitz in ein weltliches Amt umgewandelt. Der letzte Prior, Pankratius Kunssdorfer, heiratete und beschloss sein Leben als Pfarrer im nahegelegenen Vatterode.

Mit dem Baubeginn im 12. Jh. wurden zunächst die Ostteile der Kirche erbaut, sodann die Westteile und das Langhaus. Die kleine dreischiffige, flachgedeckte Basilika besteht, klar gestaffelt, aus dem Chor mit zwei romanischen Fenstern und einem Rundbogenfries, die ehemalige Apsis wurde bei der rechteckigen gotischen Vergrößerung des Chores um 1450 abgebrochen, dem breiten durchgehenden Querschiff mit 2 abgetragenen, aber in den Ansatzstellen noch erkennbaren Nebenapsiden, dem kurzen Langhaus und dem gedrungenen Westbau, von dem sich aus romanischer Zeit nur das Untergeschoss des Mittelteils und ein Teil der Empore erhalten haben, während der quadratische Aufbau und die Haube der Barockzeit (1732) entstammen.

Das basikale Langhaus setzt sich aus 2 quadratischen Jochen zusammen und wird durch Stützwechsel (Säule – Pfeiler – Säule) gegliedert. Die massigen Säulen erheben sich auf hohen attischen Basen und werden von einfachen, teilweise verzierten Würfelkapitellen abgeschlossen. Die Obergadenmauern durchbrechen je 4 Rundbogenfenster, die nicht mit der Arkadenachsen übereinstimmen.

Nach mehrfachen Eingriffen früherer Jahrhunderte in die Bausubstanz, vor allen Dingen nach Einführung der Reformation 1554, wurde im Rahmen der jüngsten umfangreichen Restaurierungsarbeiten (1965 – 1970) unter Leitung des Pfarrers Franz Oelze durch die Neuaufführung der Seitenschiffe die ursprüngliche Gestalt der Kirche annähernd wiederhergestellt. Nach 1989 erfolgte unter Leitung des Pfarrers Martin Eber die Fortführung weiterer Baumaßnahmen und es wurde eine Truhenorgel angeschafft.



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