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Mansfelder Berg- und Hüttenkleidung
Gliederung:
Die Kleidung um das Jahr 1200
Die Kleidung um das Jahr 1550
Die Kleidung um das Jahr 1750
Die Kleidung um das Jahr 1769
Die Kleidung um das Jahr 1800
Die Kleidung um das Jahr 1814
Die Kleidung um das Jahr 1840
Die Kleidung um das Jahr 1857
Die Kleidung um das Jahr 1900
Die Kleidung um das Jahr 1925
Die Kleidung um das Jahr 1930
Die Kleidung um das Jahr 1934
Die Kleidung um das Jahr 1950

Die Kleidung um das Jahr 1925

Strebhäuer und Fahrsteiger um 1925

Die Einführung der luftdruckgetriebenen Bohr- und Schrämmaschinen in den 90er Jahren hat dem Bergmann eine wesentliche Erleichterung in seiner mühevollen Arbeit gebracht. Auch als der verschmierte Oelkreisel durch die saubere Karbidlampe abgelöst wurde, bedeutete das eine nicht geringe Verbesserung der Arbeitsverhältnisse. Der Fahrhut, diese aus dickem Filz gefertigte Kopfbedeckung, schützte diesen vor harten Begegnungen mit dem Gebirge. Sein ärmelloses Schachthemd gewährleistete ihm Bewegungsfreiheit und die Knieleder Schutz vor gedrückten Kniegelenken, wie diese bei der Strebarbeit oft vorkamen.

Zu den Aufgaben des Fahrsteigers gehörte es, täglich den ihm unterstellten Abbauflügel zu befahren. Seine Kleidung ist die kurze, vorn ausgeschnittene Fahrjacke, von meist gelbbrauner Farbe, dunklem Kragen und Ärmelaufschlägen, versehen mit gelben oder schwarzen Knöpfen. Die Handlampe und das „Meter" vervollständigten dann noch seinen Anzug. Das Bild zeigt den Strebhäuer und den Fahrsteiger in ihrer Berufstracht der 20er Jahre. 

Schüler der Eisleber Bergschule um 1925

Im Jahre 1798 erfolgte in Eisleben die Gründung einer Bergschule für die Mansfelder Reviere. Die Freiheitskriege unterbrachen jedoch den Schulbetrieb, welcher dann erst wieder im Jahre 1817 aufgenommen wurde. Die Schüler unterstanden einer strengen Schulzucht. So wurden im Jahre 1817 8 Bergschüler zu 1, bzw. 1 1/2 Tagen Gefängnis verurteilt, nur weil sie ohne Erlaubnis an einer Konzertveranstaltung mit anschließendem Ball im Wiesenhaus teilgenommen hatten.

Als Schulgebäude diente das alte Stiftshaus in der Sangerhäuserstraße. In der Folge erwies sich dieses jedoch zu beengt und so erfolgte 1844 die Übersiedlung in das damalige Revisions- und Lohnhaus der Gewerkschaft. Dieses, ursprünglich das „Gasthaus zum Goldenen Weinstock“, heute (1978) steht an dieser Stelle die „SPOWA"-Verkaufstelle der HO, war von der Gewerkschaft angekauft und diente als Verwaltungsgebäude.

Als in den 90er Jahren die Erdbewegungen begannen, musste auch dieses Haus abgebrochen werden. Der Schulunterricht wurde zeitweise nach dem „Schlafhaus“, dem heutigen (1978) Zentrallabor in der Kasselerstraße verlegt.

Im Jahre 1901 legte man den Grundstein zum neuen Gebäude, der heutigen Bergbauingenieurschule in der Geiststraße.

Die Schüler dieser Schule waren von jeher gehalten, nur in ihrer bergmännischen Kleidung zu erscheinen. Das trug damals nicht wenig dazu bei, der Stadt Eisleben ihr Gepräge einer Bergstadt zu geben. Unsere Zeichnung zeigt zwei Schüler aus der Zeit der 20er Jahre, je im Kittel und in der Fahrjacke.  

 




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