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[170] Solequelle Artern
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Solequelle auf dem Friedhof in Artern

Objektbeschreibung

Quelle: Mansfeld - Die Geschichte des Berg- und Hüttenwesens - Band 3: Die Sachzeugen

Die auf dem Friedhof in Artern (gelegen an der B 86 am nördlichen Stadtrand) liegende Solquelle schüttet um die 2 m³/min Sole mit einer Dichte von etwa 1,010 g/cm³, was einem Gesamtsalzgehalt von knapp 20 g/l entspricht.

Sie führte bereits im Mittelalter zur Entwicklung von Artern zur Salzstadt, die es auch bis 1964 war. In diesem Jahr wurde die Saline geschlossen. Die Solegewinnung erfolgte nach einer langen Ruhephase aber schon seit 1728 aus Bohrungen bzw. später aus dem Borlach-Schacht, der auf dem ehemaligen Salinengelände steht und bei 270 m Teufe ersoff. Er lieferte 26 %-ige Sole.

Der Borlach-Schacht erhielt seinen Namen nach dem „Vater der sächsischen Salinen“ Johann Gottfried Borlach (1687 – 1768).

Die Solquelle ist an die Kyffkäuser-Nordrandstörung in ihrem Kreuzungsbereich mit der Hornburger Tiefenstörung, die hier eine Hochlage des Zechsteins verursachten, gebunden. Die Sole der Quelle fließt heute weitestgehend ungenutzt in die Unstrut ab. Nur zeitweise werden geringe Mengen in das städtische Solbad gepumpt.

Entlang des Abflussgrabens der Sole besteht ein kleines Naturschutzgebiet mit einer reichen Halophyten-Flora.  

Ansicht der Solquelle im Friedhof Artern (Foto Dr. S. König)

An der Solquelle ist eine Gedenktafel an den sächsischen Salinenbeamten und Dichter Georg Phillip Friedrich Freiherr von Hardenberg, genannt Novalis, (1772 - 1801) mit einem Textbeispiel aus seinem Roman „Heinrich von Ofterdingen“ angebracht. 

Gedenktafel für Novalis im Bereich der Solquelle Artern (Foto Dr. S. König)

 




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