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Ernst-Thälmann-Schacht - Broschüre zur Betriebsgeschichte

Im Jahre 2012 jährt sich die Stilllegung des Ernst-Thälmann-Schachtes zum 50. mal. Anlässlich dieses Ereignisses ist in der Schriftenreihe des Mansfeld-Museums eine umfangreich bebilderte, leider inzwischen vergriffene Broschüre zur Betriebsgeschichte des Schachtes erschienen.

 

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Die Verfasser Dr.rer.nat. Dipl.-Ing Stefan König, Dr.-Ing. Dipl.-Berging. Rudolf Mirsch und Bergingenieur Günther Zeising schildern anschaulich wichtige Ereignisse aus der Historie einer der drei Großschachtanlagen, die den Kupferbergbau in der Mansfelder Mulde im 20. Jahrhundert prägten.

Erfasst wird ein Zeitraum, der mit der Schachtteufe im Jahre 1906 beginnt und mit der Stilllegung der Grube im Jahr 1970 endet. Über die  Nachnutzung der ehemaligen Bergwerksliegenschaft wird informiert.

Die Dokumentation bietet eine breite Spanne von interessanten Fakten aus der unmittelbaren Betriebsgeschichte und dem Umfeld des Unternehmens.

Die Autoren gehen anschaulich auf geologische und mineralogische Aspekte des Standortes ein. Beschrieben werden die bis 1909 laufenden Teufarbeiten für den bis 1951 Graf-Vitzthum-Schacht genannten Grubenbetrieb und die Entwicklung bis zur Gewinnung des ersten Erzes im Jahre 1913.

In der Schrift zu finden sind Informationen zur Verwaltungsstruktur und den mit dieser verbundenen Personen über den gesamten Zeitraum, in dem das Unternehmen existierte.

Einen breiten Raum nehmen Erläuterungen zur technischen Entwicklung ein. Angaben zur Produktion belegen, welch wichtige Rolle der Schacht bei der Versorgung der Mansfelder Hütten mit Erz spielte.

Nicht ausgespart sind die Ereignisse in der Zeit des Nationalsozialismus. Umfangreiches Zahlenmaterial gibt es zur Personalentwicklung und zur Berufsausbildung.

Besonders hervorzuheben ist die Akribie, mit der das Havarie- und Unfallgeschehen und das Bergrettungswesen dokumentiert sind: Das Büchlein enthält unter anderem eine Zusammenstellung aller Bergleute, die auf der Grube tödlich verunfallt sind.

Zu finden sind Informationen zu und Darstellungen aus künstlerischen Aktivitäten von Belegschaftsangehörigen und zum sozialen Umfeld ebenso wie zur Nachnutzung des Betriebsgeländes bis in die heutige Zeit.

Der Leser erhält auch einen kleinen Einblick in eine ansonsten wenig bekannte Facette der Betriebsgeschichte – die Suche nach Uranerz im Mansfeldischen in den Jahren 1949 – 1950 sowie 1960 und 1970.