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[193] Schlucht Nordhang Ölgrund (Wiederstedt)
Gliederung:
Objektbeschreibung
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Schluchtartige Erosionsrinne am Nordhang des Ölgrundes, ca. 0,5 km nordwestlich des Ölgrundteiches; aufgeschlossen sind Gesteine des Permokarbons, Reste des Kupferschieferflözes, Zechsteinkalk, Auslaugungsrückstände des Zechsteinsalinars sowie eiszeitliche Bildungen; Harzscholle

Objektbeschreibung

Blick vom Waldweg Wiederstedt-Walbeck auf den unteren Teil des Geotops, dort anstehend Sandsteine (Sandsteinschiefer?) des Permokarbons (Foto Dr. S. König)

Bei diesem Geotop handelt es sich um eine schluchtartige Erosionsrinne, die sich von dem Waldweg Wiederstedt-Walbeck (Höhe ca. 165 m NN) bis auf die Hochfläche (Höhe ca. 195 m NN) mit den Halden des Wiederstedter Stollens erstreckt. Auf der sehr kurzen Distanz von ca. 200 m sind in dieser Schlucht über 250 Mio. Jahre Erdgeschichte aufgeschlossen.

Am Fuße der Schlucht stehen die rot gefärbten Gesteine des Permokarbons an.

Sandsteine, vermutlich Sandsteinschiefer, des Permokarbons im unteren Teil der Schlucht (Foto Dr. S. König)
 

Auf den weiteren Weg in Richtung Hochfläche liegt eine kleine Halde mit Resten des Kupferschieferflözes. Sie belegt, dass das hier einmal anstehende Kupferschieferflöz abgebaut wurde.

Reste vom Kupferschieferflöz auf einer Kleinhalde (Foto Dr. S. König)
 

Imposant säumen Felsklippen, gebildet durch dolomitische Auslaugungsrückstände des Zechsteinsalinars, den östlichen Hang der Schlucht.

Felsklippen, gebildet durch dolomitische Auslaugungsrückstände des Zechsteinsalinars (Foto Dr. S. König)
 

Oberhalb dieser Felsklippen ist am östlichen Hang der Schlucht der Zechsteinkalk aufgeschlossen. Das der ältere Zechsteinkalk über den jüngeren Auslaugungsrückständen des Zechsteinsalinars auftritt, lässt das Auftreten einer tektonischen Störungszone vermuten.

Oberkante des bankig ausgebildeten Zechsteinskalks, darüber der Verwitterungshorizont des Zechsteinkalks (Foto Dr. S. König)

Am oberen Ende der Schlucht steht ein mächtiger Lösshorizont an.

Lösshang am oberen Ende der Schlucht (Foto Dr. S. König)



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