Home arrow Objekte arrow [200] Steinbrüche am Burgberg in Bösenburg (Bösenburg)

Website übersetzen

[200] Steinbrüche am Burgberg in Bösenburg (Bösenburg)
Gliederung:
Objektbeschreibung
Zahlen und Fakten
Informationen für Besucher
Bildergalerie

Bei diesem Geotop handelt es sich um die ehemaligen Steinbrüche an der West- und Südflanke des Burgberges in Bösenburg. In unterirdischen Steinbrüchen wurden hier hochwertige Sandsteine zur Werksteingewinnung abgebaut. Diese Sandsteine gehören zur Solling-Folge des Mittleren Buntsandsteins, die dem Deckgebirgsstockwerk der Mansfelder Mulde zugeordnet werden.

Objektbeschreibung

Ansicht des Südhangs des Burgberges in Bösenburg (Foto Dr.S.König)
 

Bei diesem Geotop handelt es sich um die ehemaligen Steinbrüche am Burgberg in Bösenburg. Sie machten Bösenburg bis weit in das 19. Jahrhundert hinein deutschlandweit bekannt. Der helle Chirotheriensandstein des Mittleren Buntsandsteins war als Bau- und Werkstein sehr begehrt. In den Jahren von ca. 1620 bis 1630 ließen sich aus Olmütz in Böhmen eingewanderte Bildhauer in Bösenburg nieder. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten datierten Grabsteine Bösenburger Herkunft. Man sprach auch früher von einer Bösenburger Steinmetzschule (NEUSS-1938).

Historisches Grabmal auf dem Friedhof in Bösenburg (Foto Dr.S.König)

Neben diesen Böhmischen haben auch Bösenburger Steinmetze den gebrochenen Sandstein u. a. zu Grabsteinen, Türgewänden, Torpfeilern, Treppenstufen, Trögen, Fensterbänken und Spruchplatten verarbeitet.

Verschlossenen und verstürzte Zugänge zu den unterirdischen Steinbrüchen, deutlich ausgebildete Bankung der einzelnen Sandsteinschichten (Foto Dr.S.König)

Auf die große geschichtliche Bedeutung des Burgberges weist eine Infotafel hin.




Verwandte Themen
  1. [201] Straßenanschnitt an der Steinmühle (Polleben)
  2. [191] Steinbrüche Rothenschirmbach
  3. [186] Steinbrüche im Ackertal (Bornstedt)