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[189] Aufschlüsse Schlossberg Mansfeld
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Durch den Bau des Schlosses Mansfeld mit seinen umfangreichen Wehranlagen entstanden im Schlossgelände sowie auf dem Schlossberg einige interessante geologische Aufschlüsse. Es sind Gesteine des Übergangsstockwerks (Sandsteine und Konglomerate des Rotliegenden) und des Tafeldeckgebirgsstockwerks (Zechsteinkalk, Auslaugungsreste des Hauptanhydrits) zu sehen.

Objektbeschreibung

Kupferstich des Schlosses Mansfeld von Matthäus Merian BÖCKLIN (um 1650)
 

Das Schloss Mansfeld wurde östlich der Stadt Mansfeld am Rand der steil abfallenden Hochfläche des Schlossberges errichtet. Der Baubeginn der gewaltigen Festungsanlage wird im 11. Jahrhundert vermutet. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg liegt aus dem Jahr 1229 (NEUSS & ZÜHLKE-1982) vor.

Eingangstor zum Schloss Mansfeld Foto (Dr.S.König)

Der Stich verdeutlicht sehr anschaulich die strategisch günstige Lage des Schlosses Mansfeld auf einem steil nach Westen, Norden und Süden abfallendem Geländeplateau. Der östliche Festungsrand, der nicht solche günstige natürliche Verhältnisse ausweist, wurde durch ein System von sehr tiefen und breiten Gräben geschützt. Vermutlich wurden die dabei anfallenden Gesteine (Sandsteine, Konglomerate) des Rotliegenden zum Bau der Festung genutzt. Speziell in den Gräben der Festungsanlage sind sehenswerte geologische Aufschlüsse vorhanden.

Aufschluss von Rotliegendgesteinen (Übergangsstockwerk) im inneren Festungsgraben Foto (Dr.S.König)

Im 16. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Burg zu einem der größten Renaissance-Schlösser Mitteldeutschlands umgebaut. Damit verbunden war auch der Ausbau des Schlosses Mansfeld zu einer sehr wehrhaften Festung. In den Jahren 1674/75 wurden die Festungsanlagen geschleift.




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