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[191] Steinbrüche Rothenschirmbach
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Bei diesem Geotop handelt es sich um zwei ehemalige Steinbrüche am Konberg bei Rothenschirmbach. In ihnen sind Sandsteine und Blättertone der Hornburger Schichten aufgeschlossen, die sich im Unterperm gebildet haben. Es handelt sich dabei um eine Bildung des Molasse-Stockwerkes im Bereich des Hornburger Sattels.

 Objektbeschreibung

Steinbruch Rothenschirmbach-Bruchwand (Foto Dr.S.König)
 

Dieses Geotop liegt an der SE-Flanke des Hornburger Sattels. Die in den ehemaligen Steinbrüchen aufgeschlossenen Gesteine vermitteln einen guten Einblick in die Hornburger Schichten. Zu sehen ist u.a. wie der Blätterton den feinkörnigen Sandstein überlagert. Die Schichtgrenze zwischen diesen beiden Gesteinen ist scharf und prägnant ausgebildet. Bereits ca. 200 m südlich von diesen Steinbrüchen stehen bereits Gesteine des Unteren Buntsandsteins an. Diese geologische Situation ist durch eine großtektonische Störungszone, die Südwest-Randstörung des Hornburger Sattels, bedingt. Sie weist einen vertikalen Versatz (Sprunghöhe) von einigen hundert Metern auf. Dadurch liegen im mittelbaren Bereich dieses Geotops die permokarbonischen Gesteine des Hornburger Sattels neben den Gesteinen des Unteren Buntsandsteins. Am Konberg wurden zwei Steinbrüche betrieben. Ein dickbankiger und feinkörniger Sandstein wurde in dem östlichen Steinbruch gebrochen. Uberlagert wird dieser durch die Tonsteinfolge des Blättertons, wobei sich auf den mächtigen Sandsteinbänken Reptilfährten und auf den Tonsteinen Insektenfährten finden lassen. Der Blätterton ist ein intensiv rot gefärbtes Tongestein mit dünnen Lagen von glimmerführenden, schwach karbonatischen Sandsteinen und Siltsteinen. Er enthält eine reiche Fauna von Tetrapodenfahrten (Gilmoreichnus, Dromopus lacertoides, Amphisauropus imminutus), Arthropodenfährten (WALTER 1982), Hydromedusen und Conchostracen (MARTENS 1983). Der feinkörnige Sandstein ist gut sortiert, zeigt Schrägschichtung veschiedener Größenordnungen und enthält keinerlei pelitische Zwischenlagen. Die Gesamtmächtigkeit der Blättertonfolge beträgt ca. 40 bis 50 m, die der feinkörnigen Sandsteine ca. 15 bis 20 m. Die im Geotop anstehenden Gesteinsschichten streichen etwa parallel zur Südwestrandstörung des Hornburger Sattels und fallen steil (ca. 30°) nach Süden ein. Der Aufschluss ist gut zugänglich, die Steinbruchsohle ist z. T. verstürzt.

Steinbruch Rothenschirmbach - Offene Spalte im Sandstein (Foto Dr.S.König)




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