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[138] Haldenlandschaft Rißdorfer Stollen (Lutherstadt Eisleben)
Gliederung:
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Die Haldenlandschaft des Rißdorfer Stollens liegt am südlichen Ortsausgang der Lutherstadt Eisleben. Die Halden markieren die Lage einzelner Lichtlöcher, die bei der Auffahrung des Rißdorfer Stollens im 16./17. Jahrhundert entstanden sind.

Objektbeschreibung

Haldenlandschaft Rißdorfer Stollen Foto (Dr. S. König)
 

Mit der Auffahrung des Rißdorfer Stollens wurde im 16. Jahrhundert begonnen. Seine Länge beträgt ca 6,5 km. Das nicht mehr auffindbare Mundloch liegt in einem Niveau von +103 m NN. In der Literatur (JANKOWSKI 2002) wird angeführt, dass der Rißdorfer Stollen einer der bedeutendsten Stollen im 16. Jahrhundert gewesen ist. Leider existieren relativ wenig Unterlagen über ihn. Mit der Auffahrung des Stollens wurde bei Unterrißdorf begonnen. Nach einer Distanz von ca. 5 km erreichte der Stollen bei Neckendorf das Kupferschieferflöz. Der Stollen hatte insgesamt 30 Lichtlöcher. Die in diesem Kupferspuren–Objekt Nr. 138 vorgestellte Haldenlandschaft liegt zwischem dem 14. und 22. Lichtloch. In diesem Stollenabschnitt wurde der oberhalb des Kupferschieferflözes anstehende Buntsandstein durchörtert. Dieses Gesteinsmaterial ist gegenüber den aufgehaldeten schwermetallhaltigen Kupferschiefererzen vegetationsfreundlicher. Durch ihren Bewuchs hebt sich diese Haldenlandschaft der Lichtlöcher des Rißdorfer Stollens deutlich von den Haldenschaften des Bergbaus am Ausgehenden des Kupferschieferbergbaus ab. Erst zwischen Neckendorf und Wolferode konnte vom Rißdorfer Stollen aus das Kupferschieferflöz abgebaut werden. Zu erwähnen ist, dass der Stollen im Bereich der Eisleber Ernst-Thälmann-Siedlung ein Braunkohlenlager antraf. Dieses wurde aber erst in den Jahren 1846/1847 durch mehrere Bohrungen erkundet. Die erzielten Erkundungsergebnisse waren Veranlassung, im Jahr 1852 die Grube „Hermann“ abzuteufen. Aufgrund der starken Wasserzuflüsse im Deckgebirge des Braunkohlenflözes wurde aber ein regulärer Abbau nicht durchgeführt.

Halde des Rißdorfer Stollens, sog. Kaiserhalde (Foto Dr. S. König)




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