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[077] Bergbau-Lehrpfad Wettelrode
Gliederung:
Objektbeschreibung
Informationen für Besucher
Zeittafel

Der Bergbaulehrpfad mit einer Länge von 5 km, oder, wie er vielleicht besser heißen sollte, der „Rundweg durch den Sangerhäuser Altbergbau“ schließt sich unmittelbar an die Grenze des Freigeländes des Röhrigschachtes im NW an. Die Schauobjekte sind ausführlich beschildert, so dass auch eine  Begehung ohne Führung sehr informativ ist.

Objektbeschreibung

Hinweis auf den Bergbau-Lehrpfad Wettelrode (Archiv Spilker)
Der Bergbaulehrpfad, oder, wie er vielleicht besser heißen sollte, der „Rundweg durch den Sangerhäuser Altbergbau“ schließt sich unmittelbar an die Grenze des Freigeländes des [076] Röhrigschachtes im NW an. Er liegt direkt am Ausgehenden des Kupferschiefers und entstand im Gefolge bergbau-archäologischer Ausgrabungen bis 1993. Seine Gesamtlänge liegt bei etwa 5 km.

Die Schauobjekte sind ausführlich beschildert, so dass auch eine individuelle Begehung durchaus informativ ist. Man kann aber über das Bergbaumuseum oder den Verein Bergarbeiter Sangerhausen e.V. auch Führungen organisieren. Der Lehrpfad gibt einen einmaligen Einblick in die Entwicklung des Kupferschieferbergbaus im Revier Sangerhausen etwa vom 13. bis zum 19. Jahrhundert. Damit stellt er eine wertvolle Ergänzung zum Bergbaumuseum Röhrigschacht dar.

Für Besucher besonders interessant sind zwei durch die Grabungen freigelegte kleine Schächte, wie sie auch heute noch am Ausstrich des Kupferschiefers zu hunderten zu finden sind. Das Alter dieser Objekte wurde durch Scherbenfunde und Altersbestimmungen an aufgefundenem Altholz auf mehr als 500 Jahre bestimmt.

Einblicke in die nur 35 – 40 cm hohen Strebräume lassen die Schwere der Arbeit der damaligen Bergleute erahnen. Ein Schurfgraben mit anstehendem Kupferschieferflöz, ein Wetterofen zur Verbesserung der Wetterführung, zwei- und dreimännische Handhaspel, ein Höhlwagen zum Erztransport und weitere Exponate ergänzen die Darstellung des Altbergbaus direkt am Ausgehenden.

Etwas weiter westlich findet man am Originalstandort die Nachbildung eines Pochwerkes und den Kunstteich, eine zur Versorgung der Bergwerke mit Aufschlagwasser für die Gruben schon 1729 angelegten kleinen Talsperre, die auch heute noch der Naherholung dient.

Alexanderschacht (Archiv Spilker)
Ihr Wasser wurde per Gerinne und mittels eines Stollens durch den Kriegberg den Schächten des 19. Jahrhunderts Johann und Carolus zugeführt. In deren unmittelbarer Nähe findet man heute noch das ovale Lichtloch des Gonnaer Stollens, den Alexander-Schacht. Der Rückweg zum Röhrigschacht führt durch eine mit kleinen Halden und Erdfällen besetzte Talsenke, die posteiszeitlich durch die erosiven und subrosiven Vorgänge im Untergrund entstand.


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