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[113] Glückhilfschacht
Gliederung:
Objektbeschreibung
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Ehemalige Schachtanlage an der Landstraße Siersleben – Welfesholz. Teufbeginn für den Schacht war 1872. 1909 wurde die Förderung eingestellt.

Objektbeschreibung

Der Glückhilfschacht ca. 1900 (Archiv Dr. König)

Die Bergwerksanlage Glückhilfschacht diente dem Aufschluss der Kupferschieferlagerstätte im nordöstlichen Teil der Mansfelder Mulde. Zu dieser Bergwerksanlage gehörten drei Schächte.

Mit der Abteufung des Glückhilfschachtes I wurde im Jahr 1872 begonnen. Er wurde ursprünglich als „LL 28 (Z) – Wetterschacht“ bezeichnet. Im Jahr 1873 erhielt er dann seinen endgültigen Namen „Glückhilfschacht“. Im Jahr 1874 erreichte der Glückhilfschacht I seine vorgesehene Endteufe.

Es zeigte sich aber bald, dass ein zweiter Schacht für die Wetterführung, für die Dampfversorgung der Pumpen und für die Ableitung der Grubenwässer dringend gebraucht wurde. Deshalb wurde in den Jahren 1876 bis 1877 der Glückhilfschacht II, ursprünglich als Glückhilfnebenschacht bezeichnet, erfolgreich abgeteuft. Die Herstellung des Schachtes wurde von Übertage, aber auch von Untertage aus vorgenommen. Im Jahr 1877 begann die Produktion des Glückhilfschachtes.

Der Glückhilfschacht III wurde in den Jahren 1881-1885 bis zur 3. Sohle abgeteuft. Gleichzeitig wurde der Glückhilfschacht I bis in das Niveau der 2. Sohle vertieft. Auch der Glückhilfschacht II hatte in diesem Niveau seine Endteufe.

Die Schachtscheibe wies beim Schacht I einen Durchmesser von 3,60 m, beim Schacht III von 4,50 m auf.

Die Glückhilfschächte hatten Füllorte im Bereich des Schlüsselstollens sowie der 1., 2. und 3. Sohle.

Am 31.12.1909 wurde die Produktion des Glückhilfschachtes eingestellt.

Nach dem Wassereinbruch am 17.09.1958 im Otto Brosowski-Schacht gelang auf dem Glückhilfschacht die Kontaktaufnahme zu einer Gruppe von eingeschlossenen Bergleuten, ehe diese am 18.9.1958 auf dem Niewandtschacht ausfahren konnten.

Die drei Schachtröhren des Glückhilfschachtes sind heute verwahrt. Auf der Halde der Glückhilfschachtes wurden zur DDR-Zeit mehrere Güllebecken angelegt und betrieben. Nach der Wende begann die Gewinnung von Haldenmaterialien als Baustoffe für den Wege- und Straßenbau.



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