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[130] Eduardschacht
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Objektbeschreibung
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Ehemalige Bergwerksanlage südlich von Hettstedt direkt an der Straße Siersleben - Hettstedt gelegen. Teufbeginn war 1864. Erz wurde bis 1905 gefördert. Endstation der Mansfelder Bergwerksbahn.

Objektbeschreibung

Bergwerksanlage des Eduardschachtes bei Hettstedt, etwa um das Jahr 1900 (Sammlung Dr. König)

Die Bergwerksanlage des Eduardschachtes diente zum Aufschluss der Kupferschieferlagerstätte im nördlichen Teil der Mansfelder Mulde. Zu der Bergwerksanlage gehörten die Schächte I und II.

Der Namensgeber dieser Schachtanlage, Bergrat Eduard Schrader (1823 – 1891), war Leiter der Hettstedt-Gerbstedter Kupferschieferreviere. Er war der Vater von Hermann Schrader, dem späteren Ober-Berg- und Hüttendirektor der Mansfelder Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft.

Mit den Abteufarbeiten des Schachtes I wurde im Jahr 1864 begonnen. Die Abteufarbeiten wurden durch starke Wasserzuflüsse sehr erschwert. Dabei gerieten die stark ausgelaugten Gesteine des Zechsteingebirges, die sogenannten Aschen, ins Rutschen. Dadurch entstanden große Hohlräume im Gebirge. In Folge dieser Ereignisse wurde der Schachtbereich im Aschengebirge wieder verfüllt. Der verfüllte Schachtbereicht wurde dann nochmals durchteuft.

Im Jahr 1868 wurden nach der Ausmauerung der Röhre des Schachtes die Teufarbeiten erfolgreich abgeschlossen. Der Eduardschacht I hatte eine Teufe von 252,00 m. Sein Füllort befand sich in der 1. Sohle.

Im Jahr 1868 begannen die Abteufarbeiten für den Eduardschacht II. Dieser sollte in seiner Funktion als Wetterschacht die Bewetterung tieferer Lagerstättenteile ermöglichen. Er wurde deshalb bis in das Niveau der 3. Sohle niedergebracht. Der Eduardschacht II hatte eine Teufe von 328,00 m. Sein Durchmesser betrug 2,80 m. Auch die Abteufarbeiten des Schachtes II wurden durch Wasserzuflüsse stark erschwert. Der Eduardschacht II hatte Füllorte in der 1. und 3. Sohle.

Die Erzproduktion des Eduardschachtes erfolgte von 1868 bis 1905. Die maximale Belegschaftsstärke des Eduardschachtes betrug maximal 1100 Mann.



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