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[030] Vatteröder Teich
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Objektbeschreibung
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Zeittafel

1849 als sogenannter Amtsteich bei Vatterode angelegt. Diente zunächst der Wasserversorgung einer Mühle, später Wasserreservoir für die Hütten im Mansfelder und Hettstedter Raum. Heute (Stand 2006) touristisch genutztes Gelände (Parkeisenbahn).

Objektbeschreibung

Der Vatteröder Teich (Archiv Dr. Müller)

Der Vatteröder Teich erlangte in den letzten 150 Jahren zunehmende Bedeutung für die der Entwicklung des Kupferbergbaus und insbesondere der Hüttenindustrie. 

Der Teich liegt westlich außerhalb der Ortslage Vatterode. Er entstand 1849 als sogenannter Amtsteich und diente als Wasserreservoir sowie zur Wasserregulierung durch Vergrößerung des seit dem 15. Jahrhundert bestehenden Mühlteiches für die Wasserversorgung der Mühle in Vatterode. Das Wasser wurde über den Mühlgraben aus der Wipper über den Mühlteich der Mühle zugeführt.

Im weiteren Verlauf durchquerte der Mühlgraben die Ortslage Vatterode und diente über den Hüttengraben je nach Bedarf gemeinsam mit Wipperwasser zur Versorgung u.a. der Leimbacher Kupferhütten bis um 1870.

Der Ablauf aus den Leimbacher Hütten floß wieder der Wipper zu. Mit der Gründung der Kupferkammer und der Gottesbelohnungshütte in Hettstedt wuchs der Wasserbedarf auf ein Vielfaches. Da die Versorgung ebenfalls über einen künstlichen Graben aus der Wipper erfolgte, stieg die Bedeutung des Vatteröder Teiches als einzig echtes Wasserreservoir für die damals aufblühende Silber- und Kupferproduktion.

Nach 1945 entwickelte sich das Gebiet um den Teich zunehmend als Naherholungszentrum, u.a. durch Aufbau von Einrichtungen zur Kinderferien- und Urlaubsgestaltung mit teilweise beachtlichen Möglichkeiten zur kulturellen, sportlichen und touristischen Betätigung .

Die Gesamtanlage wurde in jüngster Zeit saniert bzw. modernisiert und für die Nutzung, z.B. durch den Reiterhof strukturell verändert (Ferienhäuser, gastronomische Angebote, Bowlingbahn). Besonderer Anziehungspunkt ist die Parkeisenbahn (derzeit nicht in Betrieb).




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