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[068] Gebäude des ehemaligen Bergamtes Sangerhausen
Gliederung:
Objektbeschreibung
Informationen für Besucher
Zeittafel

Das Bergamt Sangerhausen wird bereits 1563 erwähnt. Es befand sich im 17. Jahrhundert im Amtshaus (Neues Schloß), ab 1833 im Rathaus (Zimmer 6)  und wurde 1862 mit Übernahme der Bergaufsicht vom preußischen Staat aufgelöst.

Objektbeschreibung

Das Rathaus der Stadt Sangerhausen wurde von 1431-1437als rechteckiger und freistehender Bruchsteinbau zweigeschossig über einem hohen, kreuzgewölbten Keller errichtet. Das steile verschieferte Satteldach weist im Osten einen Giebel mit großen flachen Segmentbogenblenden auf. Im Westen ist es abgewalmt. Es wird verziert durch einen barocken Dachreiter mit offener achteckiger Laterne. An der östlichen Schmalseite befindet sich über einer Freitreppe ein schlicht profiliertes spitzbogiges Portal. Die Fenster sind gleichmäßig verteilt.

Im gleichen Stil fügt sich im Westen ein etwas niedriger gehaltener Verlängerungsbau an, dessen nördliche Giebelseite um einen Sparren zurücktritt. An der Nordseite des Gebäudes (Rathausgasse) ist ein Sandsteinkopf, evtl. Rest eines ehem. Rolands, eingelassen.

Unmittelbar daneben befindet sich eine Gedenktafel für die während des Faschismus ermordeten jüdischen Bürger der Stadt.

 

Rathaus und rechts im Hintergrund das Neue Schloss in Sangerhausen (Archiv Vollrath)
 

Das Neue Schloß liegt auf der Südseite des Marktes mit seiner Hauptfront gegenüber vom Rathaus.

Es handelt sich um eine ursprünglich als Witwenresidenz für den kurfürstlich-sächsischen Hof erbaute stattliche dreigeschossige Anlage der Spätrenaissance, die um einen etwa rechteckigen Hof angeordnet ist. Sie wurde ebenfalls aus Bruchstein, die Fenster und Portale aus rotem Sandstein errichtet.

Ein an der östlichen Gebäudeecke repräsentativer zweigeschossiger Eckerker wurde wegen Baufälligkeit abgetragen. Seine Rekonstruktion wird zur Zeit vorbereitet. Der ältere westliche Teil wird auf das Jahr 1586 datiert und zeigt im Hof einen zweigeschossigen, an der Front flächig ornamentierten Erker, sowie eine Loggia.

Der jüngere östliche Teil wurde von 1616-1622 errichtet. Die Marktfront ist etwa mittig von einer rundbogigen Torfahrt durchbrochen, über der 2 Engel das kursächsische Wappen halten. Im Treppenaufgang des Westflügels befindet sich eine 112 cm hohe Figur, die durchaus einen Bergmann darstellen könnte. 



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